Der 5. LüHA-Fun-Run von Lübeck nach Hamburg, 75 Km Gesamtstrecke, war ein sehr abwechslungsreicher, schöner Lauf, den ich Jedem weiterempfehlen kann.

  

Der Lauf war perfekt organisiert, die Verpflegungsstände erinnerten mich eher an ein kaltes Buffet.
 

Am Anfang war die Demonstration besonders lustig, wie man sich bei einer roten Ampel zu Verhalten hat, dies stellte einer der Initiatoren (Holger Doose) beeindruckend dar.
 

Wir hatten schönsten Sonnenschein, ich habe mich leider am Anfang mit dem Wetter verschätzt und mich dazu entschlossen Regenjacke etc. mitzunehmen, dies erwies sich allerdings als kapitaler Fehler, den meine Füße austragen mussten.
 

Kurz nach dem Start unterhielt ich mich mit Thomas Wullf, Mit-Initiator, über Übertraining und Unterzuckerung.
 

Dann kamen wir an Verpflegungsstand 12,3 Km an, wo uns Thomas Eltern betreuten.

Kurz nach dem Stand wurde ich dauernd überholt, ich zog mit dem Tempo an, bis ich gefragt wurde, ob ich auch Staffelläufer sei. Tolle Aktion Wolfgang, dachte ich und verfiel wieder in meinen alten Trott.
 

Bis Kilometer 42,2, wo der Kleidungswechsel stattfand, lief dann alles wie geplant, außer die 2,5 Kg Gepäck die mich doch langsam anfingen zu ärgern.
 

O.K., über die Hälfte war geschafft, nun wurde es interessant , als ich wieder aufbrach, sprach mich ein Läufer an, Rainer Schädlich, Spartathlon Finisher. Es entwickelte sich eine interessante "Ultra"-Unterhaltung. Rainer begleitete mich bis ins Ziel.
 

Bis Kilometer 60, schlich es sich so dahin. Da wir fast die gesamte Strecke an Strassen liefen, wurde es nun wichtig sich auf den Verkehr zu konzentrieren. Die Ampel-Demonstration erwies sich als erfolgreich, Holger und Thomas "erwischten" mich wartend an einer roten Ampel. Doch kein Problem, ich hatte ja bei der Demonstration aufgepasst!
 

Kilometer 67

Kurz vor dem Ziel bekam ich dann nochmal positive Unterstüzung von einer Althamburgerin: "Na mein Jung, spät dran, watt?!" Dies war der Zuspruch den ich brauchte.
 

Ziel:

Nach 8 h 49 min kam ich ins Ziel! Zwar 49 min später als geplant, jedoch im Vollbesitz meiner geistigen und körperlichen Kräfte. Mein Geist kam 20 Sekunden vor meinem Körper an. Ich bedankte mich bei Rainer und Katrin, fiel über die Müsliriegel her, Keiner entkam, dann über die "Rindersuppe" , dies erzählte mir allerdings meine Freundin erst später.
 
 

Von den gestarteten 84 Einzelläufern kamen 69 ins Ziel, es war nach Meinung der Organisatoren die höchste Ausfallquote die Sie bis jetzt hatten. Es war und ist ein Fun Run , und außerdem gibt es bei solchen Distanzen keine Verlierer!